Landkarte Peru

Costa


Sierra

Selva



Geographie

 

 

Nur wenige Länder können eine solche Fülle unterschiedlicher Landschaftsformen und Klimazonen aufweisen wie der Andenstaat Peru, auch bekannt als „Land der tausend Klimazonen“.

 

Dies drittgrößte Land Südamerikas erstreckt sich vom Äquator bis über den 18. südlich Breitengrad hinaus entlang der südamerikanischen Westküste.

 

Peru besitzt als drittgrößtes Land in Südamerika mehr als die 3-fache Fläche Deutschlands.
Eingerahmt wird Peru von Ecuador und Kolumbien im Norden, von Brasilien und Bolivien im Osten und von dem nördlichsten Zipfel Chiles im Süden.

 

Peru ist ein geografisch und klimatisch facettenreiches Land, die landschaftlichen und klimatischen Unterschiede könnten kaum größer sein. Drei unterschiedliche Klimaregionen ermöglichen diese Vielfalt und bilden einen atemberaubenden Kontrast.

 

Das Land erstreckt sich vom 2300 km langen Küstenstreifen ("Costa") am Pazifik über das Hochgebirge ("Sierra") bis hinab in das schier endlose Amazonas-Waldgebiet ("Selva").

 

 

 

Peruanische Küste (Costa)

 

Die Costa mit ca. 11 % der Staatsfläche, der im Süden knapp 30, im Norden bis 150 km breite und trockene Küstenstreifen, gehört zu den trockensten Regionen der Erde.

 

Die Costa steht unter dem Einfluss des Humboldtstroms und ist weitgehend eine Küstenwüste, in der nur entlang der aus den Anden kommenden Flüsse, in Flussoasen, Landwirtschaft möglich ist.

 

Trotzdem leben in dieser Wüstenregion die meisten Menschen, hier liegen die größten Städte des Landes: die Industriestadt Chiclayo, die Universitätsstadt Trujillo und, als Wirtschaftszentrum, die Hauptstadt Lima mit der angeschlossenen Hafenstadt Callao.

 

 

Anden-Hochland (Sierra)

 

Das kühle Anden-Hochland (Sierra) mit ca. 15 % der Staatsfläche umfasst die dreifache Kette der peruanischen Anden (West-, Zentral- und Ostkordilleren).

 

Schon 50-100 km landeinwärts zieht sich majestätisch der große Gebirgszug der Anden mit Bergen und Gletschern bis zu 6780 m hohen Schneegipfeln hinauf. Mit den riesigen Gletschern und den tiefen Schluchten, den kristallklaren Seen und rauschenden Gebirgsflüssen zählen die Anden zu den eindrucksvollsten Landschaften dieser Erde.

 

In den tiefen Flußtälern wird jeder Quadratmeter fruchtbaren Bodens kultiviert. Selbst an den steilsten Hängen werden die schon von den Inkas angelegten Terrassenfelder für den Mais- und Kartoffelanbau genutzt.

 

Auf dem Altiplano, einem kargen, von Mulden und Höhenzügen durchsetzten Hochplateau in durchschnittlich 3800 m Höhe, liegt ganz im Süden der (zur Hälfte Bolivien gehörende) Titicaca-See - der weltweit höchstgelegene schiffbare See.

 

 

Berg- und Regenwald (Selva)

 

Der Ostabfall der Anden, wo das günstige Klima den Anbau von Kaffee, Kakao und Tee erlaubt, senkt sich ab in den feuchtheißen Regenwald (Selva und Montaña) mit ca. 64 % der Staatsfläche. Die grüne Wildnis des von Flüssen durchzogenen Amazonas-Tieflandes nimmt die Hälfte der gesamten Landfläche Perus ein.

 

Der tropische Regenwald ist hier dicht und fast undurchdringlich.

 

Die Flüsse, die von den Andenketten kommen und in weiten Schlingen dem Amazonas entgegenströmen, sind die einzigen Verkehrsadern durch diesen Dschungel. Iquitos, die Hauptstadt des peruanischen Amazonas-Gebiets, kann man zweckmäßig nur per Boot oder Flugzeug erreichen.